[1] Z. Wang, B. Qiu, J. Gao, und J. Del Coso, „Effects of Caffeine Intake on Endurance Running Performance and Time to Exhaustion: A Systematic Review and Meta-Analysis“, Nutrients, Bd. 15, Nr. 1, S. 148, Dez. 2022, doi: 10.3390/nu15010148.
Carbon-Schuhe? Check. Garmin geladen? Check. Strava-Route erstellt? Check. Jetzt die Frage: Kaffee oder Red Bull? Für viele Ausdauersportler:innen ebenfalls selbstverständlich.
Ob Marathon, HYROX oder Triathlon – Koffein gehört inzwischen fast zur Grundausstattung. Der schnelle Espresso vor dem Long Run, das koffeinhaltige Gel kurz vor Kilometer 30 oder die Energy-Drink-Dose auf dem Weg zum Wettkampf sind längst keine Seltenheit mehr. Fragt man in der Lauf-Community nach dem wichtigsten Supplement, fällt die Antwort vermutlich häufiger auf „Koffein“ als „Kreatin“.
Kein Wunder: Koffein gilt als eine der am besten untersuchten leistungssteigernden Substanzen im Sport. Gleichzeitig ranken sich zahlreiche Mythen um den perfekten Zeitpunkt, die optimale Dosierung und die Frage, ob Kaffee ausreicht oder es doch das hochdosierte Koffein-Gel sein muss. Auf Social Media überschlagen sich die Tipps, Erfahrungsberichte und vermeintlichen Geheimtricks. Doch was davon hält einer wissenschaftlichen Überprüfung tatsächlich stand?
Die spannende Frage lautet daher nicht mehr, ob Koffein wirkt, sondern wie stark der Effekt beim Laufen tatsächlich ist. Kann ein Kaffee vor dem Training oder Wettkampf wirklich dazu beitragen, länger durchzuhalten oder schneller zu laufen? Profitieren Freizeitläufer:innen genauso wie ambitionierte Athlet:innen? Und wie groß ist der Vorteil überhaupt – reden wir über wenige Sekunden oder über einen echten Gamechanger?
Genau diesen Fragen widmet sich die vorliegende systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse "Effects of Caffeine Intake on Endurance Running Performance and Time to Exhaustion". In diesem Review fassen wir die wichtigsten Ergebnisse zusammen, ordnen die Evidenz ein und zeigen, was die Erkenntnisse für die Praxis bedeuten.
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