Steifigkeit, Zittern, ein kleinschrittiger Gang, ein maskenhaftes Gesicht. Das symptombedingte Bild von Menschen, die von Parkinson betroffen sind, ist in der Regel ein Bild des Verlusts. Die mit Abstand wichtigste Therapiesäule ist dabei die Medikation. Der Parkinson-Krankheit (PK) liegt ein Mangel des Botenstoffs Dopamin zugrunde, weshalb dopaminerge Medikamente gezielt am Dopaminmangel ansetzen und Symptome wirksam lindern können, vor allem im frühen Krankheitsstadium [1]. Die zugrunde liegende Neurodegeneration halten sie jedoch nicht auf [2]. Personen mit der Parkinson-Krankheit (PmP) erhalten deshalb praktisch immer eine medikamentöse Therapie. Mit fortschreitender Erkrankung wird die medikamentöse Steuerung jedoch komplexer. Motorische Fluktuationen und Dyskinesien können zunehmen, während insbesondere einige axiale und nicht-motorische Symptome zunehmend schlechter auf dopaminerge Therapie ansprechen. Viele nicht-motorische und motorische Symptome wie Feinmotorik-, Gang-, Schluck- oder Gleichgewichtsstörungen lassen sich medikamentös nur unzureichend behandeln [2]. Aus diesem Grund empfehlen nationale und internationale Leitlinien in allen Krankheitsphasen eine spezifische und interdisziplinäre Therapiebegleitung [1], [3], [4], [5].
International schätzt man die Zahl der PmP auf über 10 Millionen, Tendenz durch die alternde Bevölkerung weiter steigend [6]. Trotzdem werden vielerorts, selbst in spezialisierten Zentren, nur wenige Betroffene überhaupt zu Physio-, Ergotherapie oder Logopädie überwiesen, und wenn, dann oft erst spät im Krankheitsverlauf, wenn bereits Stürze oder Schluckprobleme aufgetreten sind [6]. Damit verschenken wir wertvolle Zeit, in der frühzeitiges Training den Verlauf spürbar positiv beeinflussen könnte.
In diesem Beitrag schauen wir uns an, was aktuelle Leitlinien empfehlen und welche Therapieansätze die beste Evidenzlage haben. Von den Grundlagen des Krankheitsbildes über die wichtigsten übergeordneten Behandlungsprinzipien bis hin zu drei Leitsymptomen zeigen wir, was du in deiner Arbeit mit PmP konkret berücksichtigen solltest.
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