„Cardio kills your gains.“
Kaum ein Satz hält sich in Fitnessstudios, Athletikzentren und sozialen Medien so hartnäckig wie dieser. Viele Patient:innen und Sportler:innen reduzieren oder vermeiden Ausdauertraining, weil sie befürchten, dadurch Muskelmasse, Maximalkraft oder Schnellkraft zu verlieren.
Neue Relevanz erhält diese Frage durch den aktuellen Boom hybrider Wettkampfformate wie Hyrox. Hier müssen Athlet:innen längere Laufabschnitte mit kraft- und kraftausdauerorientierten Übungen kombinieren. Genau diese Verbindung scheint auf den ersten Blick dem zu widersprechen, was über den sogenannten Interferenzeffekt erzählt wird.
Ein typisches Beispiel: Herr K., 34 Jahre, befindet sich nach einer Achillessehnenruptur in der späten Rehabilitationsphase und möchte perspektivisch an seinem ersten Hyrox-Wettkampf teilnehmen. Neben zwei wöchentlichen Krafteinheiten absolviert er drei Laufeinheiten. Nach einigen Wochen fragt er: „Macht das viele Laufen meine Fortschritte im Krafttraining wieder kaputt?“
Was würdest du ihm antworten? Um diese Frage fundiert beantworten zu können, lohnt sich ein genauer Blick auf den Ursprung des Interferenzeffekts, die aktuelle Studienlage und die Bedingungen, unter denen tatsächlich relevante Einbußen auftreten können.
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