Wissenschaftliche Referenz: C. Hennessy, J. Murray, A. J. Price, und S. G. Abram, „Long-term risk of knee replacement after ACL reconstruction using the contralateral knee as an internal control: a National Hospital Episode Statistics database study of 135 881 patients“, Br. J. Sports Med., Bd. 60, Nr. 12, S. 865–873, Juni 2026, doi: 10.1136/bjsports-2025-111503.
Die Kreuzbandrekonstruktion ist geschafft, das Knie fühlt sich wieder stabil an und der Sport kehrt langsam zurück in den Alltag. Doch irgendwann kommt fast immer die Frage: Wie sieht dieses Knie eigentlich in 10, 15 oder 20 Jahren aus? Schützt die Operation vor Arthrose - oder bleibt trotz operiertem Knie ein erhöhtes Risiko für eine spätere Knieprothese?
Hier setzt die Untersuchung von Hennessy et al. an. Mit Daten von 135 881 Patient:innen handelt es sich um die bisher größte Kohorte nach Kreuzbandrekonstruktion. Was das Besondere an dieser Untersuchung ist: Als Kontrolle diente nicht irgendeine Vergleichsgruppe, sondern das jeweils andere Knie derselben Person. Das Ergebnis klingt zunächst deutlich. Das rekonstruierte Knie hatte ein ungefähr dreifach erhöhtes Risiko für einen späteren Gelenkersatz. Aber hier lohnt sich ein genauerer Blick. Dreifach erhöht bedeutet nicht automatisch, dass drei von zehn Betroffenen eine Prothese benötigen. Und die Studie beantwortet auch nicht, ob die Rekonstruktion dieses Risiko verursacht hat [1].
Diese und alle weiteren Fragen beantworten wir in diesem Artikel.
Schulterschmerzen sicher diagnostizieren – statt Tests auswendig lernen.Lerne, Rotatorenmanschetten-assoziierte Schulterschmerzen evidenzbasiert zu beurteilen, klinische Befunde sinnvoll zu interpretieren und Therapieentscheidungen auf einer fundierten diagnostischen Grundlage zu treffen.
Mehr Trainingseffekt mit weniger Belastung.Lerne, Blood Flow Restriction Training evidenzbasiert einzusetzen, Wirksamkeit und Sicherheit fundiert zu beurteilen und BFR gezielt in Rehabilitation, Prävention und Leistungssport zu integrieren.
Schultersehnen erfolgreich behandeln – mit Evidenz statt Gewohnheit.Lerne, Schultertendinopathien fundiert zu beurteilen, Belastung gezielt zu steuern und Patient:innen mit einer modernen, evidenzbasierten Therapie sicher zurück zu Belastbarkeit und Funktion zu begleiten.
Welche Supplements helfen wirklich – und welche nicht?Lerne, die Evidenz zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmitteln sicher zu bewerten, sinnvolle Empfehlungen abzuleiten und Supplements gezielt einzusetzen, um Rehabilitation, Regeneration und Training bestmöglich zu unterstützen.
Nachbehandlungsschemata verstehen – statt ihnen blind zu folgen.Lerne, wie Rehabilitationsprotokolle entstehen, welche Evidenz ihnen zugrunde liegt und wie du sie patientenzentriert und evidenzbasiert für fundierte Therapieentscheidungen einsetzt.