A. Gül, X. Yang, C. M. W. Goedmakers, und C. Vleggeert-Lankamp, „Does the Size of Cervical Disc Herniation Affect Clinical Parameters in Cervical Radiculopathy?“, J. Clin. Med., Bd. 14, Nr. 24, S. 8900, Dez. 2025, doi: 10.3390/jcm14248900.
„Da drückt etwas auf den Nerv. Kein Wunder, dass ich Schmerzen im Arm habe.“
„Jetzt sieht man endlich die Ursache.“
„Solange der Druck da so groß ist, werden meine Beschwerden sicher nicht besser.“
Mit solchen Aussagen kommen Patient:innen nicht selten zum Ersttermin in die Physiopraxis. Sie spiegeln die Erwartung wider, dass der im MRT (eventuell) sichtbare Bandscheibenvorfall direkt für die ausstrahlenden Beschwerden und deren Ausmaß verantwortlich ist.
Gerade in diesen Situationen wird deutlich, wie wichtig Aufklärung und Einordnung sind. Denn obwohl die mechanische Kompression der Nervenwurzel häufig als Hauptursache der zervikalen Radikulopathie angesehen wird, ist die Pathophysiologie komplexer. Neben mechanischer Irritation spielen auch entzündliche Prozesse, Ischämie und neuroimmunologische Mechanismen eine Rolle bei der Entstehung radikulärer Symptome [1]. Welche Faktoren dabei entscheidend sind und insbesondere, ob das Ausmaß einer Bandscheibenherniation tatsächlich die Symptomstärke beeinflusst, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Genau an diesem Punkt setzt die Studie von Gül et al. [2] an. Sie untersucht, ob die Größe einer zervikalen Bandscheibenherniation mit der klinischen Symptomatik zusammenhängt, eine Fragestellung mit konkreter Relevanz für die klinische Entscheidungsfindung und Kommunikation mit Patient:innen.
Empfohlene Produkte
Flexibel starten: Lerne unsere Inhalte kennen und wende sie direkt im Praxisalltag an.
Flexibel im Team: Fördere deine gesamte Praxis – mit eigenen Zugängen für alle Mitarbeitenden.
Das Team-Jahresabo: Bringt eure Praxis aufs nächste Level. Strukturiert, effizient und wirtschaftlich weiterbilden.
Langfristig fortbilden: Erlebe alle exklusiven Inhalte für deine fachliche Entwicklung zum attraktiven Jahrespreis.
Schulterschmerzen sicher diagnostizieren – statt Tests auswendig lernen.Lerne, Rotatorenmanschetten-assoziierte Schulterschmerzen evidenzbasiert zu beurteilen, klinische Befunde sinnvoll zu interpretieren und Therapieentscheidungen auf einer fundierten diagnostischen Grundlage zu treffen.
Mehr Trainingseffekt mit weniger Belastung.Lerne, Blood Flow Restriction Training evidenzbasiert einzusetzen, Wirksamkeit und Sicherheit fundiert zu beurteilen und BFR gezielt in Rehabilitation, Prävention und Leistungssport zu integrieren.
Schultersehnen erfolgreich behandeln – mit Evidenz statt Gewohnheit.Lerne, Schultertendinopathien fundiert zu beurteilen, Belastung gezielt zu steuern und Patient:innen mit einer modernen, evidenzbasierten Therapie sicher zurück zu Belastbarkeit und Funktion zu begleiten.
Welche Supplements helfen wirklich – und welche nicht?Lerne, die Evidenz zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmitteln sicher zu bewerten, sinnvolle Empfehlungen abzuleiten und Supplements gezielt einzusetzen, um Rehabilitation, Regeneration und Training bestmöglich zu unterstützen.
Nachbehandlungsschemata verstehen – statt ihnen blind zu folgen.Lerne, wie Rehabilitationsprotokolle entstehen, welche Evidenz ihnen zugrunde liegt und wie du sie patientenzentriert und evidenzbasiert für fundierte Therapieentscheidungen einsetzt.