K. Kanto u. a., „Arthroscopic subacromial decompression versus placebo surgery for subacromial pain syndrome: 10 year follow-up of the FIMPACT randomised, placebo surgery controlled trial“, Dez. 2025, doi: 10.1136/bmj-2025-086201.
In den letzten Jahren gab es zum Thema Schulterschmerzen, Schulterimpingement, subakromialem Schmerzsyndrom und rotatorenmanschettenbezogenem Schulterschmerz (RCRSP) immer mehr Erkenntnisse zur möglichen Pathophysiologie, Begriffsdefinition und Behandlungsstrategie. Mittlerweile wissen wir: Die Begriffe Schulterimpingement und subakromiales Schmerzsyndrom sollten wir in unserer Therapie nicht mehr nutzen. Die subakromiale Raumgröße oder Enge stehen nicht in direktem Zusammenhang mit Schulterschmerzen und -einschränkungen [1]. Eine chirurgische subakromiale Dekompression bietet im Vergleich zu einer Scheinoperation oder Übungstherapie nach fünf Jahren keinen Vorteil, zeigt ein RCT aus dem Jahr 2021 [2]. Doch wie sieht es nach zehn Jahren aus? Das untersuchte die Forschungsgruppe um Kanto et al., indem sie die gleiche Kohorte des Finnish Shoulder Impingement Arthroscopy Controlled Trial (FIMPACT) im 10-Jahres-Follow-up weiter verfolgte [3]. Schauen wir uns diese Untersuchungen etwas genauer an.