Wissenschaftliche Referenz: Patel S, Anaspure OS, Baumann AN, Manz TM, Justin Mistovich R. Operative Versus Nonoperative Treatment of Medial Patellofemoral Ligament Injuries: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials With Trial Sequential Analysis. Am J Sports Med. 2026;54(2):475-484. doi:10.1177/03635465251380278 [1].
In der physiotherapeutischen Forschung gibt es, wie in einigen anderen medizinischen Bereichen, eine Unterrepräsentation des weiblichen Geschlechts. Daher nehmen wir uns ein traumatisches Krankheitsbild an, welches überwiegend aktive junge Frauen und Mädchen betrifft, die Patella-Luxation. Die traumatische Patellaluxation ist die zweithäufigste Ursache für eine Hämarthrose des Knies, nur noch übertroffen von einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes [1]. Mehr als 70% der ersten Patellaluxationen treten beim Sport auf, wobei häufig (die Zahlen variieren stark) auch das MPFL (Mediales patellofemorales Ligament) rupturiert, was zu langfristiger Patella-Instabilität führt [1]. Daher haben Patel und weitere Forscher:innen die Studienlage analysiert und untersucht, ob eine operative oder konservative Therapie der Ruptur des MPFL erfolgversprechender ist [2]. Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.